Demenz bei Hunden kommt immer häufiger vor, denn nicht nur die Menschen in Deutschland werden immer älter, auch ihre vierbeinigen Begleiter erreichen ein immer höheres Lebensalter. Damit einher geht, wie beim Menschen, ein immer größeres Risiko einer Demenzerkrankung. Hier zähle ich 8 Anzeichen auf, an denen eine Demenz bei Hunden erkennbar sein kann.

 

1. Planlos mit dem Kopf voran in der Raumecke stehen

Dieses Verhalten kommt sehr häufig bei demenzkranken Hunden vor. Sie stellen sich mit dem Kopf voran in eine Ecke des Raumes und wissen nicht was sie als nächstes tun sollen.

2. Zielloses herumwandern

Auch das ziellose Umherwandeln im eigentlich trauten Heim kann ein Anzeichen für Demenz sein. Man sollte vor allem aufpassen, dass ihr treuer Begleiter nicht beim Gassi gehen verloren geht.

3. Verlernen der Stubenreinheit

Alte Hunde mit Demenz vergessen auch oft für ihr Geschäft nach draußen zu gehen. Ihr Hund merkt es gar nicht bis es zu spät ist, oder hat einfach vergessen, dass er es nicht darf. Jedoch hat das Verlernen der Stubenreinheit meistens eher mit anderen altersbedingten Erkrankungen oder Infektionen des Harntraktes zu tun.

4. Kein Begrüßung mehr für Familienmitglieder

Hunde mit Demenz suchen oft nicht mehr wie früher nach menschlicher Nähe, lassen sich nicht mehr so oft streicheln wie früher, oder begrüßen ihre Familie nicht mehr.

5. Grundloses Winseln oder Bellen

Bellen kommt oft vor wenn ihr Hund sich im Haus verirrt bzw. sich nicht mehr zurechtfindet, oder auch aus Orientierungslosigkeit, vor allem in der Nacht.

6. Appetitlosigkeit

Auch das Vergessen wie man isst oder das Verlieren des Appetits können vorkommen. Dabei kann es passieren dass ihr Hund planlos über der Futterschüssel steht und erst nach einiger Zeit mit dem Essen beginnt.

7. Veränderungen im Schlafzyklus

Eine Veränderung der Schlafgewohnheiten kann ein weiteres Zeichen für Demenz bei Hunden sein. Dies kann bis zur kompletten Umkehr des Schlafzykluses gehen, sodass ihr Hund tagsüber schläft und in der Nacht umherwandert.

8. Verlernen von Kommandos und Sturheit

Meistens kommt das „Verlernen“ von Kommandos durch Taubheit oder allgemein immer schlechtere Ohren. Wenn ihr Hund jedoch noch andere Kommandos verstehen kann, ist der Ungehorsam aufgrund von Demenz nicht unwahrscheinlich.

 

Demenz bei Hunden – Was tun?

Bei all den Beeinträchtigungen ihres Hundes durch eine solche Erkrankung, sollte man nie vergessen dass die Lebensfreude meist erhalten bleibt, wie man am Beitragsbild von Bill Harrison erkennen kann. Es gibt Medikamente gegen Demenz bei Hunden, jedoch sollte vorher immer der Zustand der Leber geprüft werden, um diese nicht zu überlasten. Somit lautet die erste Devise einen kühlen Kopf zu bewahren und Geduld mit ihrem langjährigen Begleiter zu haben.