Heute aus der Kategorie: Ausgefallene Erfindungen

Wie stehen Sie eigentlich mit Ihrem Vierbeiner in Kontakt, wenn Sie ohne diesen außer Haus sind?
Eine merkwürdige Frage? Zugegeben, aber für Brooke Martin (14 Jahre, Washington) gibt es eine klare Antwort: Mit iCPooch. Übersetzt bedeutet „pooch“ übrigens Hündchen.
Als Erfinderin bietet sie mithilfe ihres Entwicklerteams nun ein Gerät für den ständigen Kontakt zum Hund an. Ob von der Arbeit oder jedem anderen Ort mit Internetzugang – iCPooch ermöglicht Videochats und das Auswerfen von Leckerlis von überallher.

Wie funktioniert iCPooch?

Zunächst wird ein kabelloses lokales Netzwerk benötigt, das mit dem Internet verbunden ist (WLAN). Mit der zugehörigen App kann das Gerät von außerhalb mit dem Handy, Tablet oder dem PC bedient werden. Der Auswurf von Leckerlis funktioniert unabhängig vom Videochat, so dass die Videofunktion nicht unbedingt in Anspruch genommen werden muss. Für die Videokommunikation kann sowohl ein Tablet als auch ein Smartphone über eine Halterung an dem Gerät befestigt werden. Die ersten produzierten Prototypen fanden erst kürzlich über die Seite www.kickstarter.com ihre neuen Besitzer.

Hier ein Video über Brooke Martin und ihre Idee:

Wie finanziert sich das Projekt derzeit?

Das Stichwort lautet: Crowdfunding.
In einem unserer letzten Artikel haben wir über die Tierheimhelden berichtet. Auch sie versuchen eine Erweiterung der Tierheimheldenseite über das Crowdfunding auf der Plattform www.startnext.de zu finanzieren.
iCPooch hat in einer vierwöchigen Kampange auf der Plattform Kickstarter in den USA/Kanada über 29.000 Dollar eingenommen und somit das Ziel von 20.000 Dollar weit überschritten. Ein Betrag, den die Tierheimhelden für eine weit gemeinnützigere Sache noch vermissen.

Für wen ist diese Erfindung geeignet?

Das Modell richtet sich an alle, die von ihrem Tier getrennt sind und die für den Zeitraum der Abwesenheit trotzdem mit jenem in Verbindung bleiben wollen: “iCPooch is for pet owners who are at work, at school, traveling, out to dinner, running errands, or just away from home and miss their pet…” (www.kickstarter.com).

Wie stellt man als 14-Jährige so ein Projekt auf die Beine?

Man nehme eine gute Idee, viel Engagement und Unterstützer.
Die Idee der damals 12-jährigen Brooke Martin, die eine Möglichkeit suchte, um mit ihrem Golden Retriever Kayla während der Schulzeit in Verbindung zu bleiben, wurde vor allem durch das „Startup Weekend“, einer Gründerinitiative die es auch in Deutschland gibt, einen großen Schritt voran gebracht. Dort gewann sie mit ihrer Idee einige professioneller Unterstützer, die noch heute mit an dem Projekt beteiligt sind. Auf der Homepage kann man die Helfer kennenlernen.

Quelle Bilder: iCPooch

Die Aussichten:

Der Prototyp befindet sich gerade in der Testversion und die Programmierung der App ist ebenfalls fast vollendet. Da auch die Crowdfundingkampange so erfolgreich war, verspricht das iCPooch-Team die baldige Erscheinung des Produktes auf dem Markt.

Für ein Tier mit Trennungsangst sollte diese Erfindung sicherlich keine Hilfe sein. Auch ersetzt sie nicht das gemeinsame Beisammensein von Hund und Halter und erst recht sollte es nicht die Zeit des Alleinbleibens verlängern.
Aber für Hunde, die den Videochat gelassen nehmen, verspricht das Produkt mit festem Standfuß das eine oder andere Leckerli mehr und reduziert in Zukunft vielleicht auch die Trennungsangst von Herrchen und Frauchen.

 

Titelbild und Artikelbilder: ©iCPooch